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Schweif

Masterstudiengang Pferdewissenschaften startet zum Wintersemester 2006/2007

Die Universität Göttingen richtet zum Wintersemester 2006/2007 einen Masterstudiengang Pferdewissenschaften ein. Studieninhalte bilden die wissenschaftlichen Grundlagen der Pferdezucht und Pferdehaltung. Darüber hinaus sollen Kenntnisse im Bereich Pferdesport und Pferdewirtschaft vermittelt werden. Das weiterbildende Studienprogramm wird von der Fakultät für Agrarwissenschaften in Zusammenarbeit mit der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo), der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft und der Deutschen Reiterlichen Vereinigung angeboten. Zur Einführung des neuen Studiengangs findet am Dienstag, 11. April 2006, eine öffentliche Diskussions- und Vortragsveranstaltung statt. Daran nehmen der niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann, der Göttinger Universitäts-Präsident Prof. Dr. Kurt von Figura und TiHo-Präsident Dr. Gerhard Greif teil.

Masterstudiengang Pferdewissenschaften startet zum Wintersemester 2006/2007

Schweif

Pferde besitzen neben dem Deckhaar zusätzlich das Langhaar, das auch Behang genannt wird.

Zum Langhaar zählen Schopf (lat. Cirrus capitis), Mähne (Juba) und Schweif (Cirrus caudae). Schopf, Mähne und Schweif dienen hauptsächlich als Schutz vor Insekten. Man kann häufig beobachten, dass Pferde sich auch gegenseitig durch Schweifschlagen von Insekten frei halten.

Unter den Begriff Behang fallen zusätzlich noch die die Köten (Cirrus metacarpeus bzw. metatarseus).

Die Köten schützen die Fesselbeuge vor Feuchtigkeit, indem das Wasser an den Kötenhaaren entlang abtropft und so an der empfindlichen Fesselbeuge vorbei geleitet wird. Die langen Haare, die der Wasserableitung dienen, werden auch Grannen genannt. Pferde, insbesondere nördliche Ponyrassen im Winterfell, haben auch am Unterkiefer, in den Ohren und entlang der Beine lange Grannenhaare, an denen das Wasser abtropfen kann.

Manche Pferderessen (z. B. Friesen und Tinker) werden auf reichen Behang (Mähne, Schweif und Kötenbehang) gezüchtet. Bei übermässigem Kötenbehang, trocknet dieser in der feuchten Jahreszeit jedoch kaum noch richtig ab und es besteht eine erhöhte Anfälligkeit für Mauke.

Wenn ein Pferd im Winter für eine Show oder ein Turnier frisiert wird, muss in der Kötenregion immer in Haarrichtung geschoren werden, damit ein kleiner Rest des Kötenbehangs stehen bleibt und die Wasserableitung gewährleistet ist.

Obwohl Pferde auch tagsüber auf Nahrungssuche gehen können, sind sie vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Das Sozialverhalten ist unterschiedlich. Bei einigen Arten wie Grevyzebra und Afrikanischem Esel etablieren die männlichen Tiere Paarungsterritorien, die über 10 Quadratkilometer groß sein können - die größte bekannte Reviergröße aller Pflanzenfresser. Obwohl sich manchmal Tiere zu Verbänden zusammenfinden, gibt es bei diesen Arten keine dauerhaften Beziehungen zwischen erwachsenen Tieren. Bei anderen Arten (wie Przewalski-Pferd, Berg- und Steppenzebra) begleiten die Hengste überwachend eine stutengeführte Herde. In diesem Fall kann es auch zur Bildung größerer Herden mit etablierter Rangordnung kommen. Die Kommunikation mit Artgenossen erfolgt mittels Gesten, etwa die Haltung der Ohren, des Kiefers oder des Schwanzes, aber auch durch Laute.

Die Tragzeit der Pferde beträgt zwischen 330 bis 410 Tage - am längsten beim Grevyzebra, am kürzesten beim Hauspferd. In der Regel kommt ein einzelnes Jungtier zur Welt. Dieses ist relativ schwer (es erreicht 9 bis 13% des Gewichts der Mutter) und weit entwickelt, es kann der Mutter schon wenige Stunden nach der Geburt folgen. Nach 0,5 bis 1,5 Jahren wird das Jungtier entwöhnt. Die Geschlechtsreife tritt mit zwei bis sechs Jahren ein, wobei sich Männchen aufgrund der Sozialstrukturen meist in höherem Alter fortpflanzen können als Weibchen. Das Höchstalter von Pferden liegt bei etwa 40 Jahren in freier Wildbahn, Tiere in menschlicher Obhut können knapp 50 Jahre alt werden.

Die Stammesgeschichte der Pferde zählt zu den mittels Fossilienfunden am besten dokumentierten innerhalb der Säugetiere. Sie gilt als Paradebeispiel für den graduellen evolutionären Wandel und ist charakterisiert durch die Entwicklung von kleinen, mehrzehigen, blätterfressenden Waldbewohnern hin zu langbeinigen, einzehigen Grasfressern. Diese Entwicklung war jedoch keine lineare Folge, sondern führte oft zur Entstehung von Seitenlinien und evolutionären "Sackgassen".

Das Hauspferd und der Hausesel haben in der Geschichte der Menschheit als Reit-, Arbeits- und Lasttiere eine bedeutende Rolle gespielt. Der genaue Zeitpunkt der Domestikation beider Arten lässt sich nicht mehr genau eruieren, Schätzungen zufolge geschah dies beim Hausesel rund 4000 vor Christus und beim Hauspferd etwas später. Hauspferde vor einem Pflug vergrößern Hauspferde vor einem Pflug

Im Gefolge des Menschen haben beide Arten eine weltweite Verbreitung erlangt. Aufgrund der Motorisierung der Landwirtschaft und der Verbreitung des Automobilverkehrs ist die Nutzung von Pferden und Eseln in den westlichen Industrieländern stark zurückgegangen, und wird meist nur mehr als Hobby oder Sport durchgeführt. In den unterentwickelten Regionen der Erde ist dieser Einsatz von Tieren aber immer noch weit verbreitet. Ein weiterer wichtiger Bereich der Nutzung von Pferden ist die Haltung wegen ihres Fleisches. Auch die Stuten- und Eselsmilch werden verwendet und die Haut beider Arten wird zu Leder verarbeitet. Im Gegensatz zu anderen Nutztieren spielten diese Zwecke jedoch stets eine untergeordnete Rolle.


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